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Was ist ein Styroporpool?

30. Juni 2026 von BWS

Wer mit dem Gedanken spielt, im eigenen Garten ein Schwimmbecken zu errichten, stößt früher oder später auf den Styroporpool. Gemeint ist damit ein Pool, dessen Becken nicht wie bei klassischen Modellen aus Beton, Edelstahl oder glasfaserverstärktem Kunststoff besteht, sondern aus speziellen Bausteinen aus expandiertem Polystyrol, kurz EPS. Diese Bauweise hat sich in den vergangenen Jahren zu einer beliebten Alternative für private Bauherren entwickelt, da sie einige praktische Vorteile gegenüber traditionellen Poolarten bietet und sich gut für den Selbstbau eignet.

Aufbau und Funktionsweise

Die Grundlage eines Styroporpools bilden ineinandergreifende Bausteine aus Styropor, die ähnlich wie ein Baukastensystem zu einer Beckenwand zusammengesetzt werden. Diese Bausteine besitzen innen liegende Hohlkammern, die nach dem Aufbau der Wand mit Beton oder einer Bewehrung verfüllt werden. Erst durch diesen Verguss entsteht die eigentliche statische Stabilität des Beckens, denn das Styropor allein übernimmt in erster Linie die Funktion einer Schalung und eines Dämmstoffs, nicht die der tragenden Struktur. Im Anschluss an den Rohbau wird das Becken von innen mit einer Folie ausgekleidet, die für die nötige Wasserdichtigkeit sorgt und gleichzeitig die Optik des Pools bestimmt.

Vorteile eines Styroporpools

Der wohl größte Pluspunkt dieser Bauweise liegt in der hervorragenden Wärmedämmung. Da Styropor von Natur aus sehr gute Dämmeigenschaften besitzt, kühlt das Poolwasser deutlich langsamer aus als bei ungedämmten Becken, was sich unmittelbar in geringeren Heizkosten niederschlägt. Hinzu kommt das geringe Gewicht der einzelnen Bausteine, wodurch sich der Aufbau auch ohne schweres Hebezeug bewältigen lässt und selbst für handwerklich versierte Privatpersonen machbar ist. Da die Bausteine zudem in verschiedenen Formen und Größen erhältlich sind, lassen sich individuelle Beckenformen realisieren, die über das klassische Rechteck hinausgehen. Nicht zuletzt punktet der Styroporpool im Vergleich zu vielen anderen Bauweisen mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis, insbesondere dann, wenn der Bau in Eigenleistung erfolgt.

Nachteile und Punkte, die zu beachten sind

Den Vorteilen stehen allerdings auch einige Aspekte gegenüber, die vor dem Bau bedacht werden sollten. Da die eigentliche Stabilität erst durch den Betonverguss entsteht, ist eine fachgerechte Bewehrung unerlässlich. Wird hier gespart oder ungenau gearbeitet, drohen langfristig Risse oder Undichtigkeiten. Vor dem Verguss sind die Styroporwände außerdem recht empfindlich gegenüber äußerem Druck, etwa durch Erddruck beim Verfüllen der Baugrube, sodass in dieser Bauphase besondere Sorgfalt gefragt ist. Wer sich für den Selbstbau entscheidet, sollte sich daher genau an die Bauanleitung halten und im Zweifel fachlichen Rat einholen.

Unterschiede zu anderen Poolarten

Im Vergleich zum klassischen Betonpool, der vollständig aus Beton gegossen wird, ist der Styroporpool in der Regel schneller aufzubauen und benötigt weniger Spezialwerkzeug, da die Dämmschicht bereits integriert ist. Gegenüber einem Edelstahlpool, der durch seine glatten Wände und hohe Langlebigkeit überzeugt, schneidet der Styroporpool meist günstiger ab, dafür ist der Aufbau aufwendiger als beim Edelstahlsystem. Auch im Vergleich zu Fertigpools aus glasfaserverstärktem Kunststoff, die als komplette Schale angeliefert und eingesetzt werden, bietet der Styroporpool mehr gestalterische Freiheit, erfordert dafür aber deutlich mehr Zeit und handwerklichen Einsatz beim Bau.

Einsatzmöglichkeiten

Besonders beliebt ist der Styroporpool im Bereich der Selbstbau-Projekte, da Hersteller und Händler wie Pooldoktor komplette Bausätze anbieten, die alle notwendigen Komponenten enthalten und sich mit etwas handwerklichem Geschick im eigenen Garten umsetzen lassen. Vom kompakten Becken für die kleine Erfrischung an heißen Sommertagen bis hin zu größeren Anlagen, die fast schon den Charakter eines Schwimmteichs annehmen, deckt diese Bauweise ein breites Spektrum an Größen ab und lässt sich so an die individuellen Bedürfnisse und Platzverhältnisse anpassen.

Kosten

Die Kosten für einen Styroporpool variieren stark in Abhängigkeit von Größe, Form und gewünschter Ausstattung. Während kleinere Bausätze bereits für wenige tausend Euro zu haben sind, können größere und aufwendiger ausgestattete Becken deutlich teurer werden. Zu den reinen Anschaffungskosten für die Bausteine kommen in der Regel weitere Ausgaben hinzu, etwa für den benötigten Beton, die Poolfolie sowie die technische Ausstattung wie Filteranlage, Pumpe und gegebenenfalls eine Heizung. Auch die Kosten für den Einbau, sofern dieser nicht in Eigenleistung erfolgt, sollten bei der Kalkulation nicht außer Acht gelassen werden.

Pflege und Wartung

Bei der laufenden Pflege unterscheidet sich der Styroporpool kaum von anderen Beckenarten. Eine regelmäßige Reinigung sowie die korrekte Aufbereitung des Wassers, etwa durch Filterung und Desinfektion, sind auch hier notwendig, um eine gute Wasserqualität zu gewährleisten. Vor dem Winter empfiehlt es sich, das Becken winterfest zu machen, also den Wasserstand anzupassen, empfindliche Technik zu schützen und das Becken entsprechend abzudecken, damit es die kalte Jahreszeit unbeschadet überstehen kann.

Kategorie: Allgemein

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